Trockene Augen? Rote Augen? Hier sind Infos & Tipps dazu.

Ein Fremdkörpergefühl in den Augen, permanentes leichtes Kratzen oder rote Augen – das hat vermutlich jeder schon mal erlebt. Auch trockene Augen sind vor allem im Winter durch die Heizungsluft ein altbekanntes Problem für die meisten, vor allem auch Kontaktlinsenträger sind oft davon betroffen. Doch wodurch treten diese Störungen auf und was können Sie dagegen tun? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie und Tipps, wie Sie am besten auf rote oder trockene Augen reagieren können.

Rote Augen – was steckt dahinter?

Rote Augen können unterschiedliche Ursachen und Bedeutungen haben. Experten sprechen von einem roten Auge, wenn Äderchen stärker durchblutet oder geplatzt sind. Dieser Prozess ist nicht nur unangenehm und beunruhigend, sondern lässt einen auch schnell krank oder müde aussehen. Meistens sind Blutungen in den Augen jedoch ziemlich harmlos und lassen sich schnell behandeln. Dennoch sollten Sie Rötungen, die über einen längeren Zeitraum anhalten und sehr schmerzhaft sind, ernst nehmen und bestenfalls einen Arzt aufsuchen, da es sich hier um eine Entzündung oder Infektion handeln kann.

Wie entsteht ein rotes Auge?

Häufig entstehen gerötete Augen aus einem Grund: Die Gefäße unserer Binde- und Lederhaut erweitern sich und somit ist eine stärkere Durchblutung der Augen möglich. Die sonst weiße, äußere Augenhaut färbt sich rot und es entsteht ein engverzweigtes Netzwerk von roten Äderchen.

Was sind die Ursachen?

Rote Augen können viele verschiedene Ursachen haben. Hierbei sollten Sie zwischen inneren und äußeren Einflüssen unterscheiden. Beispiele für diese Ursachen können beispielsweise sein:

  • Trockene, akklimatisierte Luft
  • Schlafmangel
  • Chlorwasser
  • Kosmetikprodukte
  • Lange Bildschirmarbeit
  • Alkoholkonsum
  • Gebrauch von Kontaktlinsen
  • Allergien
  • Bindehautentzündungen
  • Gerstenkörner
  • Entzündungen oder Verletzungen im Auge

Ebenfalls eine häufige Ursache für rote Augen sind geplatzte Äderchen in der Bindehaut des Auges. Diesen Vorgang nennen Mediziner Hyposphagma. Auslöser sind zum einen starkes Niesen und Husten oder aber kann auch starkes Reiben bei empfindlichen Augen ein Auslöser sein. Falls die Rötung nach zwei bis drei Wochen nicht verschwindet und Sie andere Symptome wie starken Juckreiz, Schwindelgefühl oder Brennen aufweisen, sollten Sie auch hier einen Arzt konsultieren.

Therapie bei roten Augen

Ob Sie rote Augen behandeln sollten, hängt von der Ursache und dem Grad der Rötung ab. Bei Rötungen, die auf zu wenig Schlaf, Bildschirmarbeit oder Alkoholeinfluss zurückzuführen sind, reicht meist Erholung und Ruhe. Hier können Sie zusätzlich mit speziellen Augentropfen, Augensprays oder Salben, die eine beruhigende Wirkung auf Ihr Auge haben und als Tränenersatzmittel gelten, nachhelfen. Stark behandlungsbedürftig sind Augen, die durch eine Entzündung, Allergie oder eine Infektion ausgelöst worden sind. Hier sollten Sie Augentropfen mit antihistaminer Wirkung oder niedrig dosierte Kortison-Augentropfen nutzen und sich von einem Arzt behandeln lassen.

Infektionen wie Bindehautentzündungen sind zusätzlich sehr ansteckend. Denken Sie also daran, Ihre eigenen Handtücher, Hygieneartikel und Körperpflegemittel zu verwenden und sich immer gründlich die Hände zu waschen – vor und nach der Anwendung von Salben und Tropfen.

Trockene Augen – wie kommt es dazu?

Neben roten Augen sind auch trockene Augen ein im Alltag recht häufig auftretendes Phänomen. Trockene Augen sind meistens sehr unangenehm und gehen oftmals mit Symptomen wie starkem Juckreiz oder Brennen einher. Doch wie lassen sich trockene Augen definieren und wie kommt es dazu?

Ein gesundes Auge besteht aus drei Tränenschichten: der inneren Murzinschicht, einer sogenannten wässrigen Schicht und der Lipidschicht. Dieser Tränenfilm dient unserem Auge nicht nur als Schutz vor Fremdkörpern, sondern versorgt es zusätzlich mit wichtigen Nährstoffen und verhindert Infektionen mithilfe spezieller Abwehrstoffe. Wird eine dieser Tränenschichten angegriffen oder verletzt, kann es zu geröteten Augen kommen.

In 80% aller Fälle ist hierfür eine Verletzung der Lipidschicht die Ursache. Die Lipidschicht minimiert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit und besitzt die besondere Aufgabe unsere Tränenflüssigkeit nicht über die Lidkante laufen zu lassen – ohne die Lipidschicht würde unser Auge also ständig und unkontrolliert tränen. Wird die Lipidschicht verletzt, kommt es zu einem Tränenmangel. Die Tränenschicht verdunstet deutlich schneller und lässt Flüssigkeit über das Lid ablaufen. Dies führt letzten Endes zum Austrocknen des Auges. Folgen sind ein starkes Brennen, Juckreiz und das sogenannte "Sandgefühl".

Wo liegen die Ursachen von trockenen Augen?

Ähnlich wie bei roten Augen sind trockene und brennende Augen auf innere und äußere Einflüsse zurückzuführen. Reizungen, Allergien wie Heuschnupfen, Infektionen oder kleine Fremdkörper können zu starkem Juckreiz und damit zu trockenen Augen führen. Aber auch verschiedene Medikamente können die Zusammensetzung des Tränenfilms beeinflussen und trockene Augen auslösen. Ein Beispiel dafür wären hormonell bedingte Substanzen wie die Antibabypille, Schlafmittel oder Antidepressiva.

Sind trockene Augen gefährlich? Was kann ich dagegen tun?

Trockene Augen sind in der Regel harmlos. Oft hilft künstliche Tränenflüssigkeit, die die Trockenheit verhindert und dafür sorgt, dass der Tränenfilm länger auf der Hornhaut haftet und somit nicht über das Augenlid abläuft. Wirksam sind Augensprays oder Augentropfen, mit denen die Lipidschicht erneut hergestellt wird und die natürliche Tränenflüssigkeit nicht verdunsten kann.

Bei Verdacht auf eine Entzündung oder Infektion ist die Behandlung abhängig vom Erreger, vom Infektionsort im Auge und dem Grad der Infektion. Hier sollten Sie definitiv einen Arzt aufsuchen, da oftmals eine Behandlung mit Antibiotikahaltigen Augentropfen notwendig ist.